Peace Silk

Seide, die als Peace Silk oder Ahimsaseide bezeichnet wird, wird aus Seidenfasern hergestellt werden, die aus "friedlicher" Seidenzucht stammen.

 

Bei Ahimsa-Seide spinnt die Seidenraupe den Kokon um sich herum und ist am Ende dieses Prozesses in die Puppe, in eine Art Schlafzustand, verwandelt. In der weiteren Metamorphose entsteht aus der Puppe oder Larve der Falter. Er entschlüpft nach ein paar Tagen durch ein selbst geschaffenes Loch aus seiner Behausung. Dann lebt er kurze Zeit für die Befruchtung und die Eiablage. Erst nach dem Schlüpfen werden die Kokons zum Abhaspeln der Seidenfäden weiterverarbeitet. 

 

Ahimsa bedeutet: Nicht-Verletzen (engl.: non-violence). Im Gegensatz zur konventionellen Seidenzucht, bei der die Verwandlung zum Falter durch Trocknen der Kokons abgebrochen ist.

 

 

Bei der Peace Silk in Meghalaya wird die Puppe aus dem Eriseidenkokon herausgenommen und dient den Menschen zur notwendigen Ernährung mit Eiweiß. Auch hier wird der Kokon erst verarbeitet, nachdem die Larve entfernt wurde. Es muss also kein Tier für die Seidenzucht und Fasergewinnung leiden. In früheren Zeiten wurde die Seidenzucht für die Ernährung betrieben. Erst seit wenigen Generationen hat sich auch die Fasergewinnung etabliert.

 

Durch die  vollständige Nutzung aller "Produkte" ist diese Art und Weise der Seidenzucht, wie sie überall in den Nordost-Staaten Indiens betrieben wird, als besonders nachhaltig zu zu bewerten.

 

Ahimsaseide und Peace Silk wird von allen Seidenspinnerarten gewonnen, als Tussarseide (Tasarseide), Maulbeerseide, Eriseide und Mugaseide.